
Es ist inzwischen fast schon Tradition: Auch dieses Jahr ging es für die neunten und elften Klassen wieder ans Achterwasser zum Surflager und für uns ehemaligen KGB-Schüler*innen damit zurück an den Ort, an dem wir selbst vor ein paar Jahren das erste Mal auf dem Brett standen.
Jetzt stehen wir auf der anderen Seite: als Surftrainer*innen. Und auch wenn wir mittlerweile wissen, wie man ein Segel aufriggt oder bei Windstärke 5 die Kontrolle behält, manchmal schauen auch wir uns beim Theorieunterricht noch fragend an, wenn plötzlich jemand wissen will, wie genau eigentlich die physikalischen Kräfte wirken. Dann wird kurz überlegt, getuschelt, diskutiert und gemeinsam die Antwort gefunden.
Der Tagesablauf ist für uns fast derselbe wie der der Schüler*innen, nur dass wir nach dem Unterricht keine Schutzwesten mehr tragen müssen und beim Katamaran-Aufbau eher koordinieren als selbst schleppen. Trotzdem sind wir mittendrin: morgens auf dem Wasser, nachmittags am Landtrainer, abends beim Sonnenuntergang und bei Gesprächen über Lehrer, die wir alle (mehr oder weniger) noch gut kennen. Es ist jedes Mal aufs Neue lustig zu hören, was sich geändert hat, und was nicht.
Ein kleines Highlight ist übrigens immer das alljährliche „Surfschein-Überredungsgespräch“: Erst zögern viele, dann machen sie mit, und am Ende winkt als Belohnung ein Eis. Dieses Jahr sogar direkt am Strand, mit Sand zwischen den Zehen und dem Surfschein in der Hand. Besser geht’s kaum.
Was bleibt, ist eine Woche voller Wind, Wasser, Muskelkater, Mückenstichen, guter Laune und Erinnerungen. Und das Gefühl, wieder ein kleines bisschen Teil von dieser besonderen Schulzeit zu sein, nur eben mit Sonnenbrille und dem Blick aufs Wasser.
Annik N.



